Hinterglasmalerei

Das Museum zeigt Hinterglasbilder aus der Zeit von 1780 bis 1930 aus Sandl, Buchers und Außergefild. Im 19. Jahrhundert wurde die Hinterglasmalerei zur Volkskunst, die vorwiegend von Handwerkern und ihren Familien ausgeübt wurden.1 Die Bilder entstanden in Arbeitsteilung, gearbeitet wurde nach Vorlagen. Kennzeichen der Bilder sind die vereinfachten Formen, flächenfüllende Farbigkeit, sowie die Ornamentik. Vertrieben wurde die Bilder mittels Großkaufleuten, häufiger aber durch die sogenannten „Kraxentrager“, wandernde Verkäufer, die ihre Hinterglasbilder weit über den österreichischen, bayerischen und böhmischen Raum hinaus verbreiteten. Die Bilder geben Einblick in die religiöse Praxis früherer Generationen, die durch Verehrung von Heiligen Schutz für die Familie, für Haus, Hof und Tiere erreichen wollten, zeigen aber auch andere religiöse Szenen.

Im Mai 2002 wurde die Hinterglassammlung neu eröffnet, nachdem die Schlosskapelle nach klimatischen Aspekten saniert wurde um die Bilder vor Schäden durch Temperaturschwankungen zu bewahren.

Schlosskapelle

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