St. Peter Keramik

Der kleine Ort St. Peter bei Freistadt erlangte seine Bedeutung vor allem durch einen Keramikbetrieb, der ab Anfang des 20. Jahrhunderts zuerst Gebrauchsgeschirr und von 1921 bis 1959 Ziergegenstände aus Keramik und sogenannte „Alpenblumenkeramik“ produzierte.
In einer Zeit des aufkommenden Tourismus erfreuten sich die mit Applikationen aus Obst und Alpenblumen geschmückten Vasen, Schalen, Kerzenleuchter, Teller und Schüsseln größter Beliebtheit. Sie unterscheiden sich auf den ersten Blick wenig von Produkten aus St. Peter bei Graz, Liezen, Radstadt oder Mürzzuschlag. Trotz etlicher Werke von durchwegs künstlerischem Wert erging es auch der Mühlviertler Keramikfirma wie den meisten anderen österreichischen Herstellern dieser Produkte: mit neuen Modeströmungen und geändertem Geschmack kam das wirtschaftliche Ende, diese Art von Zierkeramik verschwand aus dem Alltag.
Das Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt verhilft den manchmal abschätzig als Kitsch bezeichneten, aber durchaus ansprechenden Objekten nun zu einem neuen Auftritt und zeigt in einem neu eingerichteten Dauerausstellungsraum seine Bestände der Oberösterreich Keramik aus St. Peter bei Freistadt.

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