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Ruckendorf

Die Ortschaft Ruckendorf nach Josef Panhölzl:

Letztwillig durch Witigo von Rosenberg an das Stift geschenkt. Die Schenkung wurde von Heinrich von Rosenberg am 24.6.1278 bestätigt. Später wurde hier der Ruckenhof angelegt. Am 2.2.1373 befanden sich hier 14 Ochsen, 2 Pferde, 6 Kühe, 4 Stiere, 3 Kälber und 4 Stück Jungvieh. In der ersten Hälfte des 15. Jh. lieferten die 10 Lahne zu Ostern und Pfingsten 6 sol., 20 Eier und 10 Käse. Der Ruckenhof wurde später veräussert, aber dann wieder in Stiftsregie übernommen. Die anderen zinspflichtigen Höfe waren: 1. Hansl 2. Sebastian 3. Steffl, 4. Nickl 5. Peter, 6. Andre Schwarzpaur 7. Mathes Der Kühof wird am 2.2.1373 erwähnt. Sein Viehbestand war: 8 Ochsen, 17 Kühe, 4 Kälber,  1 Stier und 2 Pferde.
Partl am Pramhof.
Die Gemain zu Ruckendorf zinste für ein Reut 2 gr. Das Reut scheint der spätere Ortschaftsgrund gewesen zu sein im Ausmass von 8 oder 10 ha.
Jaroslav Schaller führte 1789 in Ruckendorf 14 Häuser an, Sommer 1841 10 Häuser mit 104 Einwohner.
Dr. Dominik Kaindl erwähnt in seiner Geschichte des Stiftes Hohenfurth am 24.1.1633 in Kaltenbrunn und Ruckendorf eine Einquartierung des Obersten Graf Rittburg mit 624 Pferden und 800 Rekruten.
1653 kam der Ruckenhof wieder ans Stift.
1659 wurde der Kühof neu eingerichtet und 1862 abermals neu gebaut.
Besetzt waren der Wald beim Kühhof und der Ölberg 1938 von tschech. Soldaten
1945 waren Ungarn in Ruckendorf, ein grosses Lager mit gefangenen Deutschen zwischen Ruckenhof und Kühhof und ein amerikan. Wachelager gegenüber dem Bahnhof Hohenfurth Stift.

Ruckendorf  -Teilansicht mit Ruckhof (Klosterhof) im Hintergrund vor 1920 – in der Mitte Bauerhof Griebl
Ruckendorf im Winter (1930er Jahre)
Ruckendorf in den 1930er Jahren