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Stube 10: Keramik


Unterschieden wird bei Keramik je nach Härte und Dichte des Scherben (des gebrannten Tons): Irdenware, Schwarzware, Fayence, Steingut, Steinzeug und Porzellan. Hafner ist die süddeutsche und österreichische Bezeichnung für einen Handwerker, der aus Ton Geschirr und Kacheln herstellt. Der Begriff leitet sich von “Hafen” ab, was soviel wie “Gefäß” bedeutet.
Mit Beginn des Ackerbaus entstanden Formen der Haustöpferei. Von Mesopotamien um 3000 v. Chr. ausgehend setzte sich die Töpferscheibe bis Europa durch. Erst mit der Gründung der Städte ab dem 9. Jahrhundert entwickelte sich das Töpferhandwerk zum eigenständigen Gewerbe.

Keramik aus der Region
In Freistadt führten die Hafner ihr Gewerbe in der Hafnerzeile aus, die sich außerhalb der Stadtmauer befindet, weil sie offenes Feuer zum Brennen brauchten. Kleinere Zentren für die Herstellung von Hafnerwaren bildeten sich auch in Leopoldschlag und in Perg. Europaweite Bedeutung hatten die Produkte aus Böhmen und aus Gmunden. Wichtig für die Heimatforschung erweisen sich die Scherben der Schwarzhafnerwaren und die Reste der teilweise kunstvoll ausgeschmückten Ofenkacheln. Daraus können Fachleute die genaue Entstehungszeit ablesen. Imposant und raumbeherrschend sind die beiden Kachelöfen: ein barocker grüner Kachelofen aus einem Gasthaus in der Schmiedgasse und ein Biedermeier-Kachelofen aus einer Bäckerei bei St. Oswald bei Freistadt.