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Stube 14: Schule und Freizeit

Ursprünglich war die Bildung der männlichen Jungend Aufgabe der Kirche. Maria Theresia führte 1774 die allgemeine Schulpflicht ein. Für Mädchen wurde der Zugang zur Mittelschule erst im Jahr 1868 ermöglicht. Die Schulen gliederten sich in Trivialschule (Volksschule), Hauptschule und Lateinschule. Der Besuch der Lateinschulen war mit hohem Schulgeld verbunden. 1867 erhielt die Donaumonarchie ein neues Schulgesetz, das die allgemeine und die höhere Schulbildung auf ein modernes Niveau brachte. Brave Schüler erhielten für ihre Leistungen Fleißzettel oder gar Medaillen. Aus der Freistädter Piaristenschule sind Schulbücher, Schulhefte und verschiedene Lernhilfen vorhanden.

Spielzeug
Das 19. Jahrhundert kann man als Zeitalter der Puppen bezeichnen. Gleichzeitig finden neue technische Entwicklungen, wie etwa Eisenbahn, Flugzeug und Automobil, aber auch Wildwestromantik Eingang in die Kinderstuben. Daneben bleiben auch konventionelle Formen des Spielzeuges, wie das Kindertheater, Puppenküchen und Puppengeschirr, sowie für die Buben die Zinnsoldaten populär.
Zu den Spielen der Erwachsenen zählten vorrangig Spielkarten, Aufschlagkarten und Glückskarten. Der Freistädter Kartenmaler Alois Hirsch fertigte seine Produkte in der Waaggasse an.

Buchdruck
Die Erfindung der Verwendung beweglicher Lettern durch Johann Gutenberg beendete das Mittelalter. In Freistadt lassen sich einige Buchdruckermeister nachweisen.