{"id":34,"date":"2016-03-31T14:00:29","date_gmt":"2016-03-31T12:00:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/?page_id=34"},"modified":"2020-05-03T15:02:37","modified_gmt":"2020-05-03T13:02:37","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/chronik\/","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von 1946 bis heute<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erste Schritte, Ortsausschu\u00df, Patenschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war f\u00fcr Rosenberger Stadtbewohner und die Bauern aus der Pfarrgemeinde nach der Vertreibung in den Aufnahmel\u00e4ndern, die selbst unter Kriegsfolgen zu leiden hatten, schwer Fu\u00df zu fassen. Sie wurden Fl\u00fcchtlinge genannt mit etwas abwertendem Unterton, obwohl sie viel lieber in der Heimat geblieben w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem sich nat\u00fcrlicherweise zuerst die Familien wieder zusam\u00admengefunden hatten, und auch die Sorgen um das t\u00e4gliche Brot im Existenzringen nicht mehr ausschlie\u00dflich im Vordergrund standen, erinnerte man sich wieder an die fr\u00fcheren Gemeinsamkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim steten Bem\u00fchen, die Rosenberger zusammenzuf\u00fchren, stan\u00adden Alfred Watzl und Karl und Josef Wiltschko an vorderster Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine W\u00fcrdigung der Pers\u00f6nlichkeit von Fredl, wie wir ihn alle nann\u00adten, und der uns am 12. Juli 1992 unerwartet verlassen hat, kann am besten durch die Beschreibung seiner unerm\u00fcdlichen T\u00e4tigkeit f\u00fcr unsere Belange geschehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alfred Watzl, der treue Sohn Rosenbergs, war tief mit seiner B\u00f6hmerwaldheimat verwurzelt. Echte Heimatliebe formte ihn und bestimmte sein Leben, aus ihr sch\u00f6pfte er seine unerm\u00fcdliche Kraft f\u00fcr sein Tun und Wirken. Heimat war f\u00fcr ihn mehr als nur materieller Besitz, Heimat war f\u00fcr ihn die Verbundenheit mit der Landschaft, den Menschen und dem Altvertrauten, es war alles, was er von daheim mitbekommen und was ihn gepr\u00e4gt hat. Sein Herz hing mit allen Fasern an der Heimat, ihr und seinen Landsleuten f\u00fchlte er sich stets verpfiichtet. In der Liebe zur Heimat und seinen Rosenbergern starb er auch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Treffen \u201e10 Jahre Patenschaft mit Freistadt\u201c hatte er noch ein umfangreiches und musterg\u00fcltiges Programm erstellt und durchge\u00adf\u00fchrt. Mitrei\u00dfend waren seine Pl\u00e4ne f\u00fcr die 750-Jahr-Feier, sie wurden leider zum Abschiedsgeschenk, aber auch zum Auftrag, in seinem Sinne weiterzumachen, nicht aufzugeben und der Heimat die Treue zu halten. Der Tod des verdienstvollen B\u00fcrgers der Heimatstadt ri\u00df in der Rosenberger Gemeinschaft eine schmerzliche L\u00fccke.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim B\u00f6hmerwaldtreffen 1970 im Linzer M\u00e4rzenkeller wurde die Idee von eigenen \u201eRosenberger Treffen\u201c geboren. Watzl schritt sofort zur Tat. In den Heimatbl\u00e4ttern lud er bald darauf zu einer Vor\u00adbesprechung nach Sch\u00e4rding ein. Dort kam es zur Gr\u00fcndung des Rosenberger Ortsausschusses. Noch im selben Jahr erging von Watzl an die Landsleute die Einladung zum ersten Rosenberger Treffen. Weitere Treffen, auch von ihm organisiert, folgten nun jedes Jahr. Den H\u00f6hepunkt aller Treffen bildete dann das Patenschaftsfest mit Freistadt im Jahre 1982. Es war ein Fest mit hervorragendem Programm, bestens organisiert und durchgef\u00fchrt. Ein b!eibendes Denkmal f\u00fcr Alfred Watzl. Die umfangreiche Festschrift, ebenfalls von ihm erstellt, erforderte viel Zeitaufwand und zeugt von gro\u00dfem fun\u00addiertem Wissen \u00fcber die Heimat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Patenschaftsurkunde und der Entwurf der Pfarrfahne sind sein Werk. All die Jahre hat Watzl mit Eifer und Begeisterung hei\u00admatliches Kulturgut gesammelt und ein umfangreiches Archiv aufgebaut. Unersetzliches hat er damit den Nachkommen gerettet. Eine umfassende Ortschronik zu schreiben, w\u00e4re sein n\u00e4chstes gesetztes Ziel gewesen. Mit seinem Wissen und seiner Arbeitsfreudigkeit h\u00e4tte er wohl ein ausgezeichnetes Werk geschaffen. Doch dazu kam es nicht mehr \u2014 zum gro\u00dfen Bedauern der Rosenberger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den zahlreichen Heimattreffen hat Watzl viele Ideen verwirklicht und Aktivit\u00e4ten gesetzt. Seine Landsleute lagen ihm dabei besonders am Herzen. Die in aller Welt verstreut lebenden Rosenberger zu erfassen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen, war eines seiner ersten Ziele. Mit den j\u00e4hrlichen Rundschreiben gelang es ihm, die Menschen zusammenzuf\u00fchren und das Zusammengeh\u00f6rigkeits\u00adgef\u00fchl zu wecken. Die gro\u00dfen Besucherzahlen bei den Heimattreffen waren der sch\u00f6nste Ausdruck daf\u00fcr. Das gemeinsame schwere Schicksal der Vertreibung wurde zum Bindeglied \u00fcber alle Grenzen hinweg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist das gro\u00dfe Verdienst Alfred Watzl\u2018s, in selbstlosem Einsatz dazu beigetragen zu haben, da\u00df die Rosenberger auch in der Verstreutheit eine gro\u00dfe Gemeinschaft geblieben sind und da\u00df die Heimat Rosenberg in ihnen weiterlebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer ein Ziel verfolgt, findet nicht immer glatte Stra\u00dfen vor, auch auf Watzl\u2018s Lebensweg lagen viele kleine und auch gro\u00dfe Steine. Er machte aber deshalb keine Umwege. Gerade, treu und jeder Falschheit abhold, ging er weiter und blieb ein Mahner und Rufer f\u00fcr Heimat und Recht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die 750-Jahr-Feier blieb also ein Werk der beiden Br\u00fcder Karl und Josef Wiltschko und Ing. Fritz K\u00f6ppl. Es war ein gro\u00dfes Ereignis in unserer Patenstadt Freistadt, ebenso wie das 25- und 30- j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Patenschaftsgr\u00fcndung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazwischen lag auch noch die Erstellung unserer Heimatstube ebenfalls bewerkstelligt durch oben Genannte in den von der Patenstadt zur Verf\u00fcgung gestellten R\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der ersten Idee in 1971 am P\u00f6stlingberg in Linz, der Konstituierung als Gemeinschaft in 1980 in Freistadt&nbsp; mit der Patenschaftsvereinbarung in 1982 ging der Ortsausschuss der Stadt und Pfarre Rosenberg 2015 in einen ordentlichen Verein unter gleichem Namen \u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ortsausschuss<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von 1946 bis heute Erste Schritte, Ortsausschu\u00df, Patenschaft Es war f\u00fcr Rosenberger Stadtbewohner und die Bauern aus der Pfarrgemeinde nach der Vertreibung in den Aufnahmel\u00e4ndern, die selbst unter Kriegsfolgen zu leiden hatten, schwer Fu\u00df zu fassen. 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