{"id":48,"date":"2016-03-31T14:08:09","date_gmt":"2016-03-31T12:08:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/?page_id=48"},"modified":"2020-05-22T17:53:46","modified_gmt":"2020-05-22T15:53:46","slug":"chronik-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/chronik-2\/","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kurzfassung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem Pfarrarchiv: &#8222;Um das Jahr 1150 habe diese Pfarre Rosenberg angefangen von Herrn Witiko von Rosenberg.&#8220; Erst hundert Jahre sp\u00e4ter wurde 1246 auf dem von der Moldau umflossenen Felsr\u00fccken eine Burganlage errichtet. Der urkundlich belegte Erbauer ist Wok I. von Rosenberg. Dieser Vorburg folgte die Hochburg mit dem &#8222;Hungerturm&#8220;. Sie wurde 1522 beim gro\u00dfen Stadtbrand ein Raub der Flammen. Erst im 19.Jahrhundert entstand auf diesem Gel\u00e4nde das &#8222;Neue Schloss&#8220;. Das Geschlecht der &#8222;Rosenberge&#8220; starb 1611 aus. Peter Wok I. &#8211; der Letzte der Rosenberger Linie &#8211; ist in der Familiengruft im Stift Hohenfurt beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das alte Schloss erhielt sein heutiges Aussehen &#8211; nach verschiedenen \u00c4nderungen &#8211; durch den letzten Umbau Mitte des 19. Jahrhunderts. Damit verbunden war die Errichtung des Museums von Graf Georg II. Johann Heinrich Buquoy.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ort Rosenberg erhielt&nbsp; &#8211; wahrscheinlich nach dem Bau der Burg &#8211; eine Wehrmauer, die nach der \u00dcberlieferung 2 m dick und 4-5 m hoch war. 1271 erhielt die Pfarre eine urkundlich belegte Schenkung von Hedwig von Rosenberg, der Witwe Woks II.. 1281 ist ein Schulthei\u00df nachweisbar. 1360 wird erstmals die Schule als Dauereinrichtung erw\u00e4hnt. 1369 wird diese Schule von den Burgherren mit einem Legat bedacht. 1362 erhielt die Pfarre von Heinrich III. von Rosenberg die Stadtrechte und als Wappen die f\u00fcnfbl\u00e4ttrige Rose. Ulrich II. von Rosenberg gew\u00e4hrte den B\u00fcrgern von Rosenberg das Recht der eigenen Verm\u00f6gensverwaltung. Bei dem Stadtbrand 1522 wurde ein gro\u00dfer Teil der Stadt zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Charles_de_Buquoy_Seite_1_Bild_0001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Charles_de_Buquoy_Seite_1_Bild_0001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1474\" width=\"92\" height=\"115\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Durch die Glaubenskriege wurde Rosenberg utraquistisch (evg.). Der kaiserliche Feldherr Karl Bonaventura von&nbsp;Buquoy eroberte 1619 Stadt und Burg Rosenberg und \u00fcbernahm durch kaiserliche Schenkung einen gro\u00dfen Teil der Besitzungen des erloschenen &#8220; Geschlechts der Rosenberge&#8220;. Diese Besitzrechte endeten mit der Vertreibung 1946. Durch den Feldherrn Graf Buquoy wurde diese Gebiet wieder zum katholischen Glauben zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg bis Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte Rosenberg Jahre des gedeihlichen Aufschwungs. Es entwickelte sich das Zunftswesen mit vielen handwerklichen Berufszweigen. Das f\u00fchrte zu einem gesicherten Wohlstand. Auch der b\u00e4uerliche Wohlstand in den vielen umliegenden Ortschaften des Kirchensprengels blieb nicht aus. Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich eine bl\u00fchende &#8222;Sommerfrische&#8220; entwickelt. Rosenberg schm\u00fcckte sich und der Versch\u00f6nerungsverein legte Wanderwege mit Markierungen an. An geruhsamen Orten wurden B\u00e4nke aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kam der 1. Weltkrieg und als Folge die Tschechisierung des Gebietes und der Menschen. Und es kam die Weltwirtschaftskrise und der Niedergang des Handwerks. Viele Rosenberger mussten in den Sommermonaten auf die &#8222;St\u00f6r&#8220;. Erst in den drei\u00dfiger Jahren ging es wieder aufw\u00e4rts. Das sch\u00f6ne St\u00e4dchen erlebte einen neuen Boom des Fremdenverkehrs. Doch viele Handwerker mussten nach wie vor in die Fremde. Dann kamen der Anschluss an das Deutsche Reich und der 2. Weltkrieg. Und als Auswirkung davon 1946 die Vertreibung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurzfassung Nach einem Pfarrarchiv: &#8222;Um das Jahr 1150 habe diese Pfarre Rosenberg angefangen von Herrn Witiko von Rosenberg.&#8220; Erst hundert Jahre sp\u00e4ter wurde 1246 auf dem von der Moldau umflossenen Felsr\u00fccken eine Burganlage errichtet. Der urkundlich belegte Erbauer ist Wok I. von Rosenberg. Dieser Vorburg folgte die Hochburg mit dem &#8222;Hungerturm&#8220;. 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