{"id":1555,"date":"2018-04-11T17:04:15","date_gmt":"2018-04-11T15:04:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/?p=1555"},"modified":"2018-05-27T11:50:42","modified_gmt":"2018-05-27T09:50:42","slug":"nachruf-rotpart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/nachruf-rotpart\/","title":{"rendered":"Nachruf  u. Lebenslauf Theresia Rotpart"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-1556\" src=\"https:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Nachruf-Rotpart-Homepage.jpg\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"343\" srcset=\"https:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Nachruf-Rotpart-Homepage.jpg 536w, https:\/\/www.museum-freistadt.at\/rosenberger\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Nachruf-Rotpart-Homepage-300x177.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 582px) 100vw, 582px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Geboren am 22. September 1924 in Rosenberg war Theresia&nbsp; schon als kleines Kind eine Frohnatur. Sie hat oft davon erz\u00e4hlt, wie viel Freude es ihr machte, in ihrem geliebten Rosenberg mit ihren vielen Freundinnen durch die Stra\u00dfen und \u00fcber die Wiesen zum Schloss zu laufen und auch von ihren Begegnungen mit der Gr\u00e4fin. Aufgewachsen in einer Gro\u00dffamilie mit der Mutter, den Gro\u00dfeltern, drei Onkeln und zwei Tanten im Gasthaus, \u201eZur Traube&#8220;, gab es hier auch in den sicherlich schwierigen Zwischenkriegsjahren viel Platz f\u00fcr Abenteuer.<\/p>\n<p>Als Sch\u00fclerin war sie nach eigenen Erz\u00e4hlungen m\u00e4\u00dfig erfolgreich, aber das aufgeweckte M\u00e4dchen wurde von der Schneidermeisterin Anastasia Prager in die Lehre genommen. B\u00f6hmen wurde 1939 besetzt, als Theresia gerade 15 Jahre alt war. 1943 leistete sie ihren Reichsarbeitsdienst in Schrems in Nieder\u00f6sterreich, in diesem Jahr beginnt sie auch ihre Ausbildung als Schwesternsch\u00fclerin im AKH in Linz. Als 1945 der Krieg endete, dauerte es nicht lange, bis die Familie die Heimat verlassen musste. Das Gasthaus, der Steinmetzbetrieb, alles musste zur\u00fcckgelassen werden. Nur mit dem N\u00f6tigsten versorgt, fanden Theresia und Margaretha mit der Mutter und dem Onkel Toni bald Unterkunft in Linz am Froschberg. Theresia fand Arbeit als Kinderg\u00e4rtnerin im Posthof und sp\u00e4ter erlernte sie die K\u00fcrschnerei, die sie, wie auch die Schneiderei, jahrzehntelang noch als Hobby aus\u00fcbte.<\/p>\n<p>Mit 28 Jahren lernte Theresia den Eisenbahner Walter Rotpart&nbsp; kennen. Mit dem Zug und dem Motorroller machten die beiden die ersten Reisen quer durch \u00d6sterreich, nach Italien und ins damalige Jugoslawien.<\/p>\n<p>Die durch das Kriegsende unterbrochene Ausbildung zur Krankenschwester nahm Theresia 1959 wieder am AKH auf und 1964 erwarb sie in Salzburg ihr Diplom.<\/p>\n<p>Theresia war u. a. Mitglied im B\u00f6hmerwaldbund. Kaum ein Treffen oder einen Ausflug, \u201eihrer&#8220; B\u00f6hmerw\u00e4lder hat sie je verpasst, anfangs ging es zum Hin\u00fcberschauen auf den Sternstein, Mitte der 60er Jahre dann tats\u00e4chlich wieder nach Rosenberg, in die alte Heimat. Dabei stand nat\u00fcrlich die Pflege der letzten Ruhest\u00e4tte der Familie sowie der Besuch der &nbsp;,,Traube\u201c &nbsp;im Mittelpunkt,<\/p>\n<p>Mit 52 Jahren endlich heiratete Theresia ihren Walter und sie erlebten 29 harmonische Ehejahre in der Wohnung in der Sandgasse 7, wo auch die Mutter wohnte. Der Tod der Mutter im Jahr 1985 traf Theresia sehr. Noch schwerer traf sie jedoch, beinahe auf den Tag genau 20 Jahre sp\u00e4ter, der Tod ihres geliebten Mannes Walter, der 2005 verstarb. Trotzdem verlor Theresia nicht ihre unb\u00e4ndige Lebenslust, pflegte weiter ihr \u00fcberaus reges Sozialleben, seien es die Rosenberger, der Sparverein oder die Pensionisten, sie nahm an den Treffen teil, verreiste, fuhr zur Kur und fand auch immer noch die Zeit, sich ausgiebig der gro\u00dfen Familie zu widmen.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren versuchte das Alter, sie in die Knie zu zwingen, das Gehen wurde ihr sehr beschwerlich, doch davon lie\u00df sie sich kaum aufhalten. Vor zwei Jahren reiste sie ein letztes Mal in die geliebte Steiermark, wo sie mit ihrem Walter mehr als 30 Jahre ihren Urlaub verbracht hatte. Ihre letzte Reise f\u00fchrte sie im letzten Sommer nach Wolfsegg zur Kur beim Petershofer. Das vergangene Weihnachten verbrachte sie, wie all die Jahre zuvor, im Kreise der Familie. Doch das neue Jahr meinte es nicht gut mit ihr. Krankenhaus- und Pflegeaufenthalte wechselten sich ab, nur wenige Tage daheim waren ihr mehr verg\u00f6nnt. Sie, die ihr Leben der Krankenpflege gewidmet hatte, war nun selbst Patientin und dies ist ihr nicht leichtgefallen.<\/p>\n<p>Am 7 . April hat Theresia Rotpart ihre allerletzte Reise angetreten, nicht zu Fu\u00df, nicht mit dem Roller, nicht im Auto. Wir nahmen Abschied in der Gewissheit dass sie, der das Reisen so viel Spa\u00df machte, nun eine endg\u00fcltige Heimat gefunden hat. Ihr zu Ehren wurde gemeinsam das B\u00f6hmerwaldlied gesungen.<\/p>\n<p><em>Elfriede Schmid&nbsp;<\/em><em>(Nichte)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Geboren am 22. September 1924 in Rosenberg war Theresia&nbsp; schon als kleines Kind eine Frohnatur. Sie hat oft davon erz\u00e4hlt, wie viel Freude es ihr machte, in ihrem geliebten Rosenberg mit ihren vielen Freundinnen durch die Stra\u00dfen und \u00fcber die Wiesen zum Schloss zu laufen und auch von ihren Begegnungen mit der Gr\u00e4fin. 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