Sonderausstellungen

Zettwing - ein böhmisches Dorf schreibt Geschichte

02.07.21 - 31.10.21

Der unmittelbar an der südböhmisch-oberösterreichisch
Grenze, 17 km nördlich von Freistadt an der Maltsch
gelegene,
dem Erdboden gleich gemachte ehemalige Marktort
Cetviny / Zettwing
hat im 20. Jahrhundert acht dramatische
politische Umbrüche erlebt, die in der Landschaft und bei den
Menschen tiefe Spuren hinterlassen haben.

Als
Meilensteine der bewegenden Ortsgeschichte sind hervorgehoben:

  • der Weg von der Monarchie 1526-1918 zur neuen Staatsgrenze in der

1. Tschechoslowakischen Republik,

  • der Anschluss an Oberdonau im Deutschen Reich 1938,
  • die Aussiedlung der deutschsprachigen Einwohner 1946,
  • die kommunistische Machtergreifung 1948 mit der Todeszone am

    „Eisernen Vorhang“ 1951 und

  • der Abriss des Ortes 1955/56.

Einzig die Militärstation, das Zollamt und die Kirchenruine blieben 1989 als
Mahnmal der Geschichte“ von den 105 Häusern übrig.
Durch ein tschechisch-deutsch-österreichisches Gemeinschaftsprojekt
ist die gotische Maria-Geburt-Kirche mit 600 Jahre alten Fresken seit
2007 wieder zu einem spirituellen und touristischen Anziehungspunkt
geworden.

Authentische Aussagen von Zeitzeugen,
Familiengeschichten mit historischen Bild-Collagen, Kurzfilme,
digitale Fotoserien und ein Marktmodell auf dem Katasterblatt von
1826 ermöglichen einen nachdenklichen Einblick in die Geschichte
dieses ausradierten böhmischen Grenzortes.


CZ


Zaniklé a zmizelé městečko Cetviny, ležící původně bezprostředně na jihočesko-hornorakouské hranici na řece Malši 20 km jižně od Kaplice, zažilo ve 20. století osm dramatických politických změn, které zanechaly hluboké stopy na tváři krajiny i v životě zdejších obyvatel.

Jako milníky historie obce jsou ve výstavě zdůrazněna období:

  • vývoj od období monarchie 1526-1918 k ustavení nové státní

    hranice 1. Československé republiky,

  • násilné připojení k župě Oberdonau v Německé říši v roce

    1938,

  • vysídlení německy hovořícího obyvatelstva v roce 1946,
  • komunistický převrat v roce 1948 a vytvoření zóny smrti na

    železné oponě“ po roce 1951

  • období zániku

    místa v letech 1955/56.


Z původních 105 domů
se jako varovné
svědectví historie
“ zachovaly do roku 1989 pouze zříceniny místního kostela, budova starého celního úřadu a kasárna pohraniční vojenské posádky. Gotický kostel Narození Panny Marie s 600 let starými vnitřními freskami se díky
společnému česko-německo-rakouskému projektu obnovy stal od roku 2007 místem duchovního odkazu i turisticky přitažlivou lokalitou.

Autentnické výpovědi pamětníků, příběhy zdejších rodin s obrazovými kolážemi, krátké filmy, digitální fotografické série a model městečka
na katastrální mapě z roku 1826 umožňují bližší náhled na historii dnes již neexistujícího hraničního městečka v Čechách.


Zum digitalen Ausstellungsrundgang – Forum OÖ Geschichte


Radiosendung zum Thema von Hubert Roiß


Plakat Zettwing web

"Voll Humor und wunderfein“

02.07.21 - 31.10.21

Die humorvollen, warmherzigen Szenen vom Freistädter Maler Carl Kronberger bringen einen auch heute noch zum Schmunzeln. Mit feiner Pinselführung thematisiert er weniger die Stadt Freistadt, als die Charaktere, die in ihr wohnen. Zu sehen sind in seinen Bildern spielende Kinder im Schnee, er zeigt das Leben von Handwerksburschen, sowie bäuerliche Typen.


Sein Weg führte Kronberger bis München, wo er sich mit der Genremalerei bald einen Namen machte.


Heute erinnert das Haus in der Böhmergasse 8 (Gasthaus Zum goldenen Hirschen) an sein Aufwachsen in der Stadt.


Anlässlich seines 100. Todestages zeigt das Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt eine Zusammenstellung von Skizzen, Druckwerken, Gemälden und Illustrationen, die ein buntes Bild ergeben.


Die Ausstellung wurde durch die großzügige Unterstützung vom Sammler Hermann Käferböck ermöglicht.

Kronberger Plakat Voll Humor und wunderfein web

„Brennen für das LEBEN“

27.03.21 - 20.06.21

im Schlossmuseum

Ausstellung des Vereins für
Täufergeschichte in Österreich. Zu den Themen zählen: Bibel, Gewissensfreiheit, Glaubenstaufe, Gemeinde und Mission.


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Brennen für das Leben Täufergeschichte in Österreich Museum Freistadt

Stationen einer märchenhaften Stadt

08. 12. 2020 bis 30. 05. 2021

Eröffnung: 27. 11. 2020
Die Ausstellung zeigt das Werden und Sein von Freistadt aus der 800-jährigen Geschichte in Lebkuchengebilden, Bildern, Fotomontagen und Texten. Hauptattraktionen sind die vom akadem. Maler Mag. Herbert Wagner aus dem von Hans Lubinger hergestellten Spezial-Lebkuchenteig gestalteten Türme, Tore und Sehenswürdigkeiten der Stadt, die in der Ausstellung mit Fotos und Texten verbunden sind.
Stationen einer märchenhaften Stadt Plakat neu