Das Mühlviertler Schlossmuseum ist ein Museum mit einem breiten Spektrum von Sammlungen und Ausstellungen - von Stadtgeschichte über Volkskunde bis zur Alltagskultur, vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Ziel des Museums ist es zu sammeln, zu bewahren, zu vermitteln und zu forschen. Die historischen Zeugnisse sollen nicht nur vergangenes Leben dokumentieren, sondern auch Antworten auf aktuelle Themen geben.
Neuigkeiten
Eröffnung der Saison in der Mühlviertler Museumsstrasse
5. Mai 2013
Am 5. Mai 2013 wurden vier Sonderausstellungen in den Museen der Mühlviertler Museumsstrasse eröffnet. Und zwar
1. in Schenkenfelden im
Krämereimuseum Gerstlhaus wurde eine Ausstellung über den wohl berühmtesten Sohne des Ortes gestaltet. Johann Georg Freiherr von Harrucker, gebürtiger Schenkenfeldner, ließ die Kalvarienbergkirche und die Kreuzwegstationen in Schenkenfelden erbauen und lebte später in Ungarn. Aufgrund dieser besonderen Beziehungen wurde mit der ungarischen Stadt Gyula ein Partnerschaftsvertrag abgeschlossen. Das Jahr 2013 ist in Schenkenfelden ein “Harrucker-Jahr”. Die Gemeinde und die Kulturvereine planen eine Reihe von Veranstaltungen und Festen, bei denen das Leben und die Person Harruckers im Mittelpunkt steht. So wird am 15. Juni im Rahmen eines Festaktes die Biografie des Georg von Harrucker vom Hirschbacher Heimatforscher Kons. Johann Pammer der Öffentlichkeit vorgestellt.
2. Das
Hafnerhaus in Leopoldschlag widmet sich wieder der historischen und der zeitgenössischen Keramik. Unter dem Titel „Von Alten Meistern und Jungen Künstlern“ wurde eine Gemeinschaftsausstellung mit dem Bezirksmuseum Cesky Crumlov sowie der Studienrichtung Plastische Konzeptionen/Keramik an der Kunstuniversität Linz eine Begleitausstellung zur Landesausstellung 2013 konzipiert. Das alte Hafnergewerbe, bei dem die Produktion von der Tongewinnung in der Lehmgrube über die Herstellung der Töpferei in der Werkstatt bis zum Brennen sozusagen in einer Hand lag, wie es im Hafnerhaus eindrucksvoll dargestellt wird, kam in der Mitte des 19.Jhdt zum Erliegen. Die Ausstellung zeigt hervorragende Museumsstücke von der einfachen Irdenware bis zu bemalter Fajence. Im völligen Gegensatz dazu geht es den jungen Künstlern nicht so sehr darum, ihre Spuren am einzelnen Stück zu hinterlassen, sondern sie wollen ein Konzept, eine Idee zum Ausdruck bringen, zu deren Realisierung sich die Keramik als das geeignetste Material anbietet.
3. Das
Freilichtmuseum Pelmberg zeigt neben einem umfangreichen Begleitprogramm die Sonderausstellung “Der Bauer in früherer Zeit” bis einschließlich 31.10.2013, Der Gallneukirchner Heimatforscher Kurt Cerwenka hat dies Ausstellung aus seinem umfangreichen Fundus an historischen Materialen geschaffen.
Bildlegende: Johann Mühleder (Freilichtmuseum Pelmberg), Johann Hofstadler (Heimathaus Gallneukirchen), Dir. Ursula Pötscher (Freilichtmuseum Pelmberg) und der Ausstellungskurator Kons. Kurt Cerwenka aus Gallneukirchen.
4. Im
Hinterglasmuseum Sandl wurde im Rahmen eines feierlichen Festaktes einerseits zwei Ausstellungen eröffnet und andererseits eine Reihe von Persönlichkeiten, die sich um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Verdienste erworebn haben, geehrt.
Die Ausstellung “Vom Riss zum Glasbild” wurde von Dr. Kurt Lettner gestaltet und passt thematisch perfekt in das Konzept des Museums. Die zweite Ausstellung “Die Rosenberger und unsere gemeinsame Geschichte” ist die Wanderausstellung die im Jänner 2012 in Freistadt konzipiert und präsentiert und dann in weiterer Folge noch in Haslach und Weitra gezeigt wurde. Sie ist als Ergänzung zur diesjährigen Landesausstellung in Freistadt und Bad Leonfelden gedacht, die natürlich auch dieses Thema behandelt.
Die Eröffnung dieser beiden Ausstellungen nutzte der Obmann der Mühlviertler Museumsstrasse dazu, verdienstvolle Persönlichkeiten, grenzüberschreitende Aktivitäten gesetzt haben, zu ehren.

Eine Dankesurkunde erhielten
Bgm.a.D. Otto Baumgartner, Dir. Kons. Veronika Maier, Dipl. Ing. Květa Lauterbachová-Pohlhammer, Dir. Südböhmisches Museum, Mgr. Ivan Slavík, Mag. Jiří Franc.
Die Gelegenheit benutzte der Bezirksreferent des OÖ. Volksbildungswerkes Kons. Johann Pammer, um ein verdienstvolles Mitglied dieser Erwachsenbilungsorganisation, den Sandler Kons. Ernst Höller für seine 35jährige Tätigkeit im Volksbildungswerk zu ehren. Er erhielt das Goldene Verdienstzeichen.
Foto: Dr. Hubert Roiß (Verein Mühlviertler Museumsstraße), Bürgermeister von Sandl Alois Pils, Kons. Ernst Höller und Bezirksreferent des OÖ. Volksbildungswerkes Kons. Johann Pammer.
Die etwa 100 Festteilnehmer konnten sich nicht nur an den beiden gelungenen Sonderausstellungen erfreuen, sondern auch die neuen Hinterglasbilder der Sandler Schuljugend, die in den beiden Foyers des Seminarhauses ausgestellt sind, bewundern.
ABC der Volkskunst
28. April 2013
Foto: Für jeden Buchstaben des Alphabets konnte eine Objektgruppe gefunden werden, nur nicht für die Buchstaben X und Y. Wer kann da aushelfen?
Am 28. 4. 2013 wurde am Sumerauerhof in der Samesleiten die diesjährige Jahresausstellung vom Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer eröffnet. Die Ausstellungskuratorin Dr. Andrea Euler informiert darüber: “Bemalt, geschnitzt, bestickt oder sonstwie geschmückt begegnen uns Objekte aus dem 18. und vor allem 19. Jahrhundert, die wir unter dem Titel „Volkskunst“ zusammenfassen. Es handelt sich um Gegenstände mit Verzierungen, die auf keine bekannten Künstler zurückgehen, die meist keiner Stilrichtung oder Epoche zuzuschreiben sind, sondern um Alltagsgegenstände, die durch künstlerische Ausgestaltung zu etwas Besonderem, z. B. zu Liebesgaben, wurden.
Nun füllen sie die Vitrinen des Sonderausstellungsbereichs im Sumerauerhof von A bis Z: Andachtsbilder, Blaudruckmodeln, Federkielstick-Ranzen, Goldhauben, Hinterglasbilder, Krösendosen, Strümpfe… Zunftzeichen.
Burgenmuseum “Zehentstöckl” zu Prandegg
28. April 2013
Foto: Das “Zeller Prangermandl” aus dem Depot des Mühlviertler Schlossmuseums ist im Burgenmuseum “Zehentstöckl” in Prandegg zu besichtigen.
Am 28. 4. 2013 wurde in Prandegg das Burgenmuseum “Zehentstöckl” zu Prandegg in der Gemeinde Schönau eröffnet. Nach einem Gottesdienst um 9.30 Uhr kam es beim Festakt unter anderem zu einem Szenespiel der Theatergruppe Schönau. Als Ehrengäste waren die beiden Landtagsabgeordneten Gabriele Lackner-Strauss und Hans Affenzeller anwesend. Im "Zehentstöckl" werden zukünftig die Führungen durch das Burgareal beginnen. Der Begriff Zehnt bezeichnet eine etwa zehnprozentige Steuer in Form von Geld oder Naturalien (Zehntabgabe), die von den Bauern an ihren Grund- bzw. Lehnsherren geleistet wurden. Das Zehentstöckl war also ein "Finanzamt" von damals. Das liebevoll gestaltete Kleinmuseum, das didaktisch das gestellte Thema sehr gut umgesetzt hat, erinnert uns an die Zeiten wo man “nur” 10 Prozent (statt der heutigen etwa dreifachen Steuern) der Obrigkeit abzuliefern hatte. Die Themen Strafrecht, Obrigkeit und Untertanen und das Leben in den unwirtlichen Mühlviertler Höhenlagen werden ausführlich behandelt. Auch ein “Freistädter” bereichert die Ausstellung: das sogenannte “Zeller Prangermandl” ein Objekt des Mühlviertler Schlossmuseums ist als Leihgabe zu sehen.
Eröffnung der Landesausstellung
25. April 2013
Foto: 25. 4. 2013: Eröffnung der diesjährigen Landesausstellung in Freistadt. Die MuseumsmitarbeiterInnen: Edwina Victora, Walter Pils, Hedwig Haghofer und Christian Victora.
Am 25. April 2013 wurde die grenzübergreifende Landesausstellung in Freistadt mit einem großen Festakt eröffnet. Das Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt beteiligte sich daran. Vorstand, Mitarbeiter und Gönner waren vollständig vertreten. Nach der offiziellen Eröffnungsfeier am Freistädter Hauptplatz bewegte sich der Festzug durch die Altstadt zum Brauhaus, dem Schauplatz der Freistädter Ausstellung. Hier konnte man einen ersten Eindruck von der Ausstellung gewinnen. Vom Keller bis ins Dachgeschoss sind die historischen Objekte zu besichtigen. Dazu wurden die alten, barocken Räumlichkeiten behutsam restauriert und den veränderten Anforderungen angepaßt. Anschließend hat man im Brauereihof den Tag bei herrlichem Frühlingswetter ausklingen lassen.
Der Freistädter Hauptplatz im neuen Licht
24. April 2013
Foto: Die Häuser der Westseite des Freistädter Hauptplatzes
Rechtzeitig zur Eröffnung der Landesausstellung konnte auch das aufwändige Lichtkonzept für die Innenstadt fertig gestellt werden. In den Nachtstunden ist nun der Hauptplatz in ein völlig neues Licht getaucht, das uns die Häuser der Stadt in noch nie gesehener Weise zeigt.
Eröffnung Burgenmuseum Reichenstein
21. April 2013
Foto: Christoph Lettner spricht über die Hintergründe und die Schwierigkeiten bei der Errichtung des des Burgenmuseums in Reichenstein. Im Vordergrund die Ehrengäste während des Festaktes.
Die Bauarbeiten zum OÖ Burgenmuseum Reichenstein haben vor rund einem Jahr mit archäologischen Grabungen begonnen. Ein Jahr später, hat sich das Aussehen grundlegend geändert. Das OÖ Burgenmuseum Reichenstein geht auf die Initiative einer Arbeitsgemeinschaft zurück, bestehend aus der Gemeinde Tragwein, der Fürst Starhemberg´schen Familienstiftung, der Naturschutzabteilung des Landes OÖ, dem OÖ Landesmuseum, der Agrarbezirksbehörde für OÖ, der Kaplanei Reichenstein und dem Burgverein Reichenstein. 2012 wurde auf der Burg Reichenstein ein modernes Gebäude, mit einem neu konzipierten Museum errichtet, welches am 21. April 2013 von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer eröffnet wurde.
Das Herz des Museums bildet die mehrere tausend Objekte umfassende Sammlung mittelalterlicher und neuzeitlicher Funde von Prof. Alfred Höllhuber, die zum überwiegenden Teil von Burgen und Burgställen aus dem Unteren Mühlviertel stammen und bis zum Jahre 2005 das Inventar des Burgmuseums Reichenstein bildeten. Im Jahre 2006 wurde diese Sammlung vom OÖ Landesmuseum angekauft und im Rahmen eines Forschungsprojektes aufgearbeitet. Die Ergebnisse dieser Projektarbeiten und ein großer Teil der Sammlung Höllhuber des OÖ Landesmuseums bilden den Kern der Dauerausstellung des Burgenmuseums.
Die Häuserchronik
11. März 2013
Bildlegende: Das Arbeitsteam, das die Freistädter Häuserchronik aufgearbeitet hat:
Von links vorne: Hildegard Schaumberger, Julia Peterbauer, Maria Wizani, Dipl. Ing. Karl Heinz Czech
Von links hinten: Fritz Fellner, Johann Pammer, Rudi Wizani
Die Häuserchronik der Innenstadthäuser von Freistadt ist auf dem aktuellen Stand. Durch die Anregung der Goldhaubenobfrau Anna Friesenecker hat ein Team unter der Leitung von Johann Pammer die sogenannte Scharizer Häuserchronik aufgearbeitet. In hunderten von Arbeitstunden wurden die Daten aus den Urbaren aus dem alten und neuen Grundbuch sowie aus dem elektronischen Grundbuch herangezogen und mit den ursprünglichen Eintragungen von Dr. Rudolf Scharizer abgeglichen. Für jedes der 168 Innenstadthäuser besitzen wir nun eine Eigentümerliste vom Mittelalter an bis zum Februar 2013. Die Präsentation dieses Werkes erfolgt im Zuge einer Festveranstaltung der Goldhaubenfrauen am 15. Juni im Salzhof.
Freistadt - 800 Jahre Leben an der Grenze
11. März 2013

Zu Beginn der Oberösterreichischen Landesausstellung erscheint im Verlag Plöchl ein umfangreiches Werk über die Freistädter Stadtgeschichte. Es enthält die Geschichte von den Anfängen bis zum Jahre 1918. Der Autor Fritz Fellner sagt dazu: "Freistadt besitzt zwar in den Freistädter Geschichtsblättern ein Medium zur Stadtgeschichtsforschung, das jedoch nur punktuell verschiedene geschichtliche Aspekte behandelt. Das vorliegende Buch gibt jedoch einen profunden Überblick über die Ereignisse in den einzelnen Jahrhunderten." Das Buch zeigt auch seltene und noch nie veröffentlichte Bilder von Freistadt, sowie eine Serie von Fotos der Freistädter Fotografen Kaspar Obermayr und Heinrich Melzer. Das mehr als 500 Seiten starke Buch wird anlässlich der Ausstellungseröffnung am 18. April 2013 um 19 Uhr im Salzhof präsentiert.
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