„Stacheldrahtparty in Mardetschlag“

Landeshauptmann a. D. Josef Ratzenböck und sein Pendant auf südböhmischer Seite, Miroslav Senkyr, durchschnitten am 11. Dezember 1989 ein Stück Stacheldrahtzaun an der Grenze in Wullowitz. Die beiden Regionen rückten damit vom Ende der Welt ins Herz Europas. Wie sich gestern beim Hissen der Fahnen der beiden Länder samt Friedenslichtübergabe an Zimola in Wullowitz und dem anschließenden Pressegespräch samt Festakt im Gasthof Pammer in der Ortschaft Mardetschlag zeigte, hat damals niemand geahnt, welche Dynamik der Fall des Eisernen Vorhang entfalten würde. „Die Geschichte hat uns eine neue Chance in die Hand gegeben und wir arbeiten jetzt ein Vierteljahrhundert daran, diese Chance zu nutzen“, betonte Pühringer. Jetzt gehe es darum, die Reste des Eisernen Vorhangs in den Herzen und Köpfen der Menschen dies- und jenseits der Grenze zu beseitigen. Ratzenböck sagte, dass eine gute Nachbarschaft beiden nütze. (Quelle: Volksblatt vom 12. 12. 2014)

25 Jahre Fall des Eisernen Vorhanges 002