Ausstellungseröffnungen

Am 11. Dezember wurden dann die beiden letzten Ausstellungen dieses Jahres vor zahreich erschienenem Publikum eröffnet: “Tischbahnen” von Wolfgang Jäger-Waldau und die “Arbeit im Wandel der Zeit” von Josef Danninger.
Mehrere Spielzeughersteller begannen 1935 Eisenbahnen in einem kleineren Maßstab (00/H0) zu bauen, um einen Tischbetrieb zu ermöglichen. Die Kinder mussten nicht mehr ganze Zimmerböden beim Zugspiel besetzen. Die Ausstellung zeigt Eisenbahnmodelle von 1935 bis 1959, hergestellt von deutschen, englischen und österreichischen Firmen. Dabei handelt es sich um keine Modellbahnausstellung mit Landschaften etc., sondern um eine historisch-chronologische Zusammenstellung nach Firmen, Triebfahrzeugen, Wagen und Zubehör.
Josef Danninger, geb. 1947, wohnhaft in Gallneukirchen, beschäftigt sich schon seit langer Zeit mit Fotografie. Vorerst war es das Sammeln alter Ansichtskarten und das Verfolgen fotografischer Spuren, die ihn immer wieder ins Gespräch mit Menschen brachten.
Daraus entstanden mehrere Ortskalender mit historischen Fotos. Er suchte zu jedem Foto die dazugehörige Geschichte. Bei seinem nächsten Projekt ging er von historischen Fotografien aus und suchte nach Jahrzehnten wieder den Standpunkt des Fotografen. Diese Arbeiten wurden 2010 im Mühlviertler Schlossmuseum ausgestellt.
Mit „verflossener Zeit“ beschäftigt sich Danninger auch bei seinem jüngsten Fotoprojekt: Ausgehend von historischen Handwerksbildern versucht er mit seinem Fotoapparat die heutige Situation des Handwerks und der Landwirtschaft zu dokumentieren. Die Gegenüberstellung der „Arbeit im Wandel der Zeit“ macht uns mit einfachen Mitteln die Schnelllebigkeit unserer Zeit bewusst. Danninger beweist mit seinen Arbeiten, dass Heimatforschung mit neuester Technologie (Digitalkamera, Computer) faszinierende Ergebnisse liefern kann.