Eröffnung der Ausstellung von Herbert Friedl

Das Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt bringt auch in regelmäßigen Abständen immer wieder Ausstellungen von zeitgenössischen mühlviertler und südböhmischen Künstlern. Besonders freut uns, dass wir heuer den Pregartner Künstler Herbert Friedl für eine Retrospektive auf sein Lebenswerk gewinnen konnten. Die äußerst gut besuchte Eröffnung bewies auch die Beliebtheit und den enormen Bekanntheitsgrad dieses Künstlers. Friedl beschreibt sich und sein Werk folgendermaßen:
“Geboren in Unterweitersdorf (Mühlviertel), stammt aus einer Arbeiterfamilie bäuerlicher Herkunft. Nach Abschluss einer Handwerkslehre Absolvierung der HTBL / Abteilung Grafik-Design, Linz. Nebenberuflich Gasthörer an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. Mehrere Teilnahmen an internationalen Künstlersymposien und Sommerakademien.
Seit 1978 freischaffend tätig (Grafik, Malerei, Objekt- und Raumgestaltung). Friedl lebt und arbeitet in Pregarten und Linz. Ende der 70er Jahre Hinwendung zur Druckgrafik (Radierung und Holzschnitt), die einen Schwerpunkt in seinem Schaffen einnimmt. Sein Engagement für die Würde des Menschen hat ihn auf die bedrückende Nähe des ehemaligen KZ-Lagers Mauthausen und die Geschehnisse in demselben bildnerisch reagieren lassen. In mehreren grafischen Zyklen hat er versucht auf existentielle Fragen unseres Daseins zu antworten.”
Foto: Das Ehepaar Friedl mit Elisabeth Vera Rathenböck, die die Laudatio auf den Künstler gehalten hat.