Open data Wien

Vertreter des Freistädter Museums und des Verbundes OÖ. Museen haben bei der Fachtagung “Open data und die Museen” im Wien Museum, veranstaltet und organisiert vom Joanneum in Graz, teilgenommen. Originalton der Veranstaltung: “Alles offen, alles frei” Open Data in Kultureinrichtungen. Unter Open Data wird die freie und uneingeschränkte Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Daten verstanden, mit dem Ziel, die Transparenz z. B. in öffentlichen Institutionen zu erhöhen, Vernetzung zu erleichten oder neue Forschung zu inspirieren. Am Beispiel konkreter Projekte und gemeinsam mit Expertinnen/Experten möchten wir diskutieren, welche Konsequenzen dieses derzeit hochaktuelle Konzept für größere und kleinere Museen mit sich bringt: Was setzt die uneingeschränkte Zugänglichkeit von Sammlungen und Forschungsergebnissen in Museen voraus, und vor allem: Was folgt aus ihr? Was spricht dagegen, dass jede/r an öffentlich finanzierten Erkenntnissen teilhaben kann? Was dafür, dass jede/r diese bearbeiten oder z. B. Bilddaten kommerziell verbreiten kann? Was folgt aus dem Verzicht auf Copyright-Rechte am Gemeingut Museumsgut? Welche vielleicht völlig neuen Wege ebnen Open Data der Vermittlung? Was bedeuten sie für die institutionelle Identität der Museen als öffentliche Einrichtungen? Und welche gesellschaftlichen Funktionen können Museen möglicherweise neu bzw. anders erfüllen, wenn sie sich mit Überzeugung öffnen?”

Diese hohen Ansprüche wurden von den Vortragenden nur zum Teil erfüllt. Bei manchen hatte man den Eindruck, dass der Referent schlicht das “Thema verfehlt hat.” Manchmal wurde sogar “Web-Präsenz” mit “open data” verwechselt. Positiv aufgefallen sind die Aktivitäten des Technischen Museums in Wien, hier erwägt man ersthaft, die komplette Museumsdatenbank zu open data zu machen. Somit wäre dies das erste Museum, das diesen revolutionären zukunftsweisenden Schritt unternimmt.

Open Data 2