David Wittinghofer arrangiert Archivalien zur Geschichte des Schneiderhandwerks

David Wittinghofer arrangiert Archivalien zur Geschichte des Schneiderhandwerks

Der Künstler David Wittinghofer befasste sich in den vergangenen Monaten mit der Geschichte des Schneiderhandwerks im Allgemeinden und der Schneiderei seiner Großeltern im Besonderen. In der Ausstellung „DEPOSITUM. Zur Geschichte des Schneiderhandwerks“ treffen historische Nähmaschinen und Scheren aus dem Nachlass der Freistädter Schneiderei Winkler auf Archivalien, Fotografien und Bücher aus dem Schlossmuseum Freistadt. Gemeinsam erzählen sie aus der Geschichte des regionalen Schneiderhandwerks, tauchen darüber hianus aber auch in textilen Siebdruckarbeiten des Künstlers auf. So wird ein zeitlicher Bogen gespannt, der vom Schnittbuch eines Freistädter Schneiders von 1720 bis in unsere Gegenwart reicht und nicht zuletzt auch fragt: Wie wollen wir umgehen, mit familiärem Erbe und den Relikten manueller Arbeitsvorgänge, die heute beinahe verschwunden zu sein scheinen?

»Unsere bedrückend vorwärts stürmende Zeit verengt von Tag zu Tag mehr den Atemraum unserer alten Handwerke. Schon ringen sie schwer. Wir Menschen aus dem Zeitalter der Maschine, zum Teil sogar schon ihre Sklaven, vergessen zu leicht, dass es die Handarbeit war, die unserer Technik Jahrtausende her den Weg gespurt hatte.« (Gustav Brachmann: »Ein Musterbuch des Freistädter Schneider-Handwerks von 1720«, in: Oberösterreichisches Landesmuseum (Hg.): Oberösterreichische Heimatblätter, Linz 1953, S. 256–261, S. 256)

Eröffnung: Freitag 10. Februar 2023 um 18:00 Uhr

Ausstellung: 11. Februar bis 26. März 2023, Di-Fr 09-12:00 & 14-17:00 Uhr, Sa-So 14-17:00 Uhr